Stadtjugendring

Sechs Wochen, ein starkes Team

Sechs Wochen lang war beim Stadtjugendring (SJR) Hochbetrieb – und am Ende steht eine durchweg positive Bilanz. Von der großen Stadtranderholung zum Ferienauftakt über das Feriencamp Kemnat bis zu den Sommerferien-Tagesangeboten: Das Ferienprogramm war in diesemJahr so gut besucht wie selten zuvor.

Über 1.000 Kinder zum Auftakt
Den Startschuss machte die Stadtranderholung (SRE): In zwei Wochen kamen dort über 1.000 Kinder zusammen. Bei bestem Wetter und ausgelassener Stimmung sorgte ein großes ehrenamtliches Team dafür, dass der Auftakt in die Ferien für alle ein Erfolg wurde.
Ein Moment ist dem Team besonders in Erinnerung geblieben: Am letzten Tag der zweiten Woche kam ein Mädchen aufgeregt zu den Betreuer:innen gelaufen und erzählte, das sei die schönste Woche ihres ganzen Sommers gewesen – so bunt, so viel los und so viele neue Freund:innen gefunden. Solche Rückmeldungen sind es, die dem Team zeigen, wofür sich der Einsatz lohnt.

„Wenn Kinder am letzten Tag gar nicht mehr nach Hause wollen, weil sie so viel Spaß hatten, dann sieht man, wofür wir das ganze Jahr über arbeiten", sagt Michael Böhm, der als Geschäftsführer die Stadtranderholung verantwortet. „Das war ein Auftakt nach Maß – und hat gleich die Messlatte für den Rest des Sommers hochgelegt."

Feriencamp Kemnat: Jede Woche ein neues Thema
In den Ferienwochen drei bis sechs lief parallel das Feriencamp Kemnat auf Hochtouren. Zwischen 50 und 70 Kindern waren dort pro Woche angemeldet – und jede Woche stand unter einem eigenen Schwerpunktthema, sodass für Abwechslung und immer neue Erlebnisse gesorgt war.

„Die Kinder kommen teilweise mehrere Wochen hintereinander zu uns, weil jedes Mal ein neues Thema wartet", erklärt Beate Siegmund, die beim SJR die Ferienbetreuungen im Camp Kemnat verantwortet. „Genau das macht das Camp Kemnat so besonders: Es wird nie langweilig, und die Kinder erleben jede Woche etwas Neues."

Tagesangebote zu 95 Prozent ausgebucht
Auch die vier Wochen mit Sommerferien-Tagesangeboten waren ein voller Erfolg: 95 Prozent der Veranstaltungen waren ausgebucht. Ob bei der „Kleinen Eselwanderung – Natur erleben & Tiere entdecken", beim „Erlebnisbauernhof – Vom Korn zum Brot" oder bei einer der zahlreichen Kreativ- und Bewegungsaktionen – für jedes Interesse war etwas dabei, und die Rückmeldungen von Kindern und Eltern fielen durchweg positiv aus.

Neues Erfolgsmodell: Das MoBiKu bringt die Ferien zu den Kindern
Einen besonderen Zuwachs erlebte in diesem Sommer das MoBiKu, die mobile Spielplatzbetreuung des SJR. Das Team ist ohnehin das ganze Jahr über mit seinem Bauwagen voller Spielgeräte an den Spielplätzen in den Wohngebieten unterwegs – in den Sommerferien kamen gezielt zusätzliche Ferienprogramm-Highlights obendrauf, etwa das „Geheimnisvolle Märchenzelt" mit einer Märchenerzählerin. So bringt das MoBiKu sein kostenloses Angebot direkt dorthin, wo die Kinder ohnehin sind.

„Wir merken deutlich, dass wir mit gezielten Ferien-Highlights direkt auf den Spielplätzen Kinder erreichen, die sonst nicht den Weg zu unseren etablierten Ferienangeboten finden. Genau das ist unser Ziel: niedrigschwellig, kostenlos und direkt vor der Haustür. Das hat sich in diesem Sommer als echtes Erfolgsmodell erwiesen, das wir gezielt weiter ausbauen wollen", sagt Sebastian Stich, der selbst im MoBiKu-Team mitarbeitet und beim SJR inhaltlich für die Ferienprogramme verantwortlich ist.

Ein starkes Team im Hintergrund
Möglich wird ein solches Programm nur durch das Zusammenspiel von einem jungen, engagierten Ehrenamtlichenteam und einem hauptamtlichen Team, das auch mal an Wochenenden mit anpackt: Auf- und Abbau, das Herrichten wechselnder Settings und die Organisation im Hintergrund laufen oft parallel zum laufenden Betrieb.
„Was unsere Haupt- und Ehrenamtlichen in diesem Sommer geleistet haben, verdient großen Respekt. Sie haben auch an Wochenenden die Ärmel hochgekrempelt, damit für die Kinder jede Woche ein neues, funktionierendes Angebot steht. Das ist keine Selbstverständlichkeit", sagt die SJR-Vorsitzende Nina Weber.
„Wir freuen uns sehr über die Kooperation mit der forensischen Klinik des Bezirkskrankenhauses Kaufbeuren, die uns bei Auf- und Abbau auch wieder tatkräftig unterstützt. Das ist für uns ein wertvolles Beispiel dafür, wie gut ein solches gemeinsames Anpacken funktionieren kann", ergänzt Böhm mit Blick auf die soeben zu Ende gegangene Abbauwoche.

Fazit
Sechs Wochen, drei große Programmbausteine, mehr als 1.500 Kinder und ein Team, das an sieben Tagen die Woche bereitstand: Der Stadtjugendring blickt auf einen rundum gelungenen Sommer zurück – und plant schon jetzt an den Angeboten für das kommende Jahr.

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Michael Böhm

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